_J. F. Parks Blog/

Sollte nicht ohne Not missachtet werden: die Satzstellung

Sportkommentator D. irrtierte mich diese Woche mit einer beständig vorgetragenen Eigenart sprachlicher Natur.

Er sagte unablässig Sätze wie:

Ist im Tiebreak viel gelaufen: Dominic Thiem.

Oder:

Hat in New York ja für einen Skandal gesorgt: Novak Djokovic.

Man muss sagen: Eigentlich kennt man diese verhunzte Satzstellung aus der Lokalpresse. Und zwar wenn es redakteursseitig gilt, das von bizarren Gestalten bestrittene gesellschaftliche Leben ins rechte Licht zu rücken.

Stichwort:

Amüsierten sich prächtig: Honorarkonsul Kluibenschädel und Gattin Soraya.

Jedenfalls. Sportkommentatoren werden furchtbar viel gescholten. Ein Versprecher da, ein schiefes Witzchen dort, und schon laufen die Telefone heiß auf Twitter.

Ich für meinen Teil beteilige mich an solchen Schmähungen aus Prinzip nicht. Ganz im Gegenteil: Gerade vor ein paar Wochen bin ich in Graz am pensionierten Sportkommentator S. vorbeigelaufen und war regelrecht begeistert. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich in Bälde zu erzählen gedenke.

Vielleicht greift bei gröberem Fehlverhalten sogar noch jemand wirklich zum Hörer, wie man einst so schön zu sagen pflegte, und plärrt eine Kundendienstmitarbeiterin der TV-Anstalt mit erlesenen Unflätigkeiten zur Tinnitus-Patientin.

Das ist nicht schön. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich von derartigen Satzkonstruktionen nur eindringlich abraten kann.

Findet diese Art zu sprechen nämlich komplett Banane:

Ihr Johannes F. Park

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Wer die freitäglichen Erbauungsadressen dieses Wohlfühl-Newsletters & Spa aufmerksam verfolgt, weiß, dass ich mich gerne verlese.